Die Netzwerkpartner im et-Magazin: Resilienz als Führungsaufgabe für Stadtwerke

Lucien Lenssen beleuchtet in seinem Gastbeitrag, wie Stadtwerke und Netzbetreiber ihre Handlungsfähigkeit in der Dauerkrise sichern

Essen, 15. April 2026 

In der Ausgabe 4/2026 des Fachmagazins „et – Energiewirtschaftliche Tagesfragen“ (S. 61–65) zeigt Lucien Lenssen, Bereichsleiter Beratung bei den Netzwerkpartnern, warum Resilienz für Stadtwerke und Netzbetreiber heute weit mehr als nur IT-Sicherheit bedeutet. In seinem Gastbeitrag ordnet er die aktuellen Anforderungen ein und macht deutlich, weshalb Führung, Governance und Kooperation an Bedeutung gewinnen.

Resilienz für Stadtwerke: vom Ausnahmefall zur Daueraufgabe

Die Rahmenbedingungen für Stadtwerke und Netzbetreiber haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verschärft. Digitalisierung, Dezentralisierung, Extremwetter, Cyberangriffe, Sabotage und geopolitische Spannungen erhöhen den Druck auf die Branche, während NIS2 und das KRITIS-Dachgesetz neue Anforderungen setzen. Wie Lucien Lenssen in seinem Beitrag deutlich macht, ist Resilienz damit keine Randfrage einzelner Fachbereiche, sondern eine zentrale Steuerungsaufgabe der Geschäftsführung.

Mehr als IT-Sicherheit

Bei dem Thema Resilienz denken viele Organisationen noch zu eng und setzen vor allem auf IT-Sicherheit. Das ist zwar wichtig, greift aber allein zu kurz. Mit neuen Rahmenbedingungen wie dem KRITIS-Dachgesetz rückt Resilienz jedoch in den Mittelpunkt der gesamten Organisation – von Lieferketten und physischer Infrastruktur bis hin zu Verantwortlichkeiten und Entscheidungswegen im Krisenfall. Wer sich dabei auf Mindestanforderungen beschränkt, reduziert zwar regulatorische Risiken, nicht aber die Auswirkungen realer Störungen.

„Resilienz entsteht nicht allein durch Konzepte, sondern durch Übung, Verantwortung und gelebte Prozesse.“

Lucien Lenssen, Bereichsleitung Beratung, Die Netzwerkpartner

Die eigentliche Herausforderung liegt intern

In der Praxis zeigt sich häufig ein ähnliches Bild: Zuständigkeiten sind nicht klar geregelt, Resilienz ist in Teilbereiche fragmentiert und vorhandene Pläne werden selten realitätsnah getestet. Das Problem ist dabei meist weniger fehlendes Fachwissen als fehlende Orchestrierung. Lenssen zeigt, an welchen Stellen Geschäftsführungen aktiv werden müssen, beispielsweise bei der Priorisierung kritischer Prozesse, beim Umgang mit Restrisiken und bei der Entscheidung, wie stark in Resilienz investiert werden soll.

Kooperation als Hebel

Ein weiterer Schwerpunkt des Beitrags ist die Zusammenarbeit im Verbund. Viele Herausforderungen lassen sich gemeinsam effizienter lösen als allein, beispielsweise durch geteilte Spezialkompetenzen, abgestimmte Krisenübungen oder gemeinsame Notfalllager. Gerade für kleinere und mittlere Stadtwerke ist Kooperation ein wichtiger Hebel, um Kosten zu senken und die eigene Handlungsfähigkeit zu erhöhen. Die Netzwerkpartner agieren hier als Impulsgeber für praxisnahe Lösungen, die über das einzelne Unternehmen hinausreichen und die Handlungsfähigkeit der gesamten Branche stärken.

Vom Papier in die Praxis

Besonders praxisnah wird der Artikel dort, wo er konkrete Schritte aufzeigt. Anstelle großer Programme empfiehlt Lenssen einfache, sofort umsetzbare Maßnahmen – von klaren Entscheidungsregeln bis hin zu kurzen Krisensimulationen. Sein zentraler Gedanke: Resilienz entsteht nicht allein durch Konzepte, sondern durch Übung, Verantwortung und gelebte Prozesse.

Warum sich der Blick lohnt

Der Beitrag ist keine theoretische Abhandlung, sondern bietet eine klare Einordnung der aktuellen Lage sowie konkrete Impulse für Entscheider von Stadtwerken und Netzbetreibern. Wer verstehen will, warum Resilienz jetzt Chefsache ist, welche Denkfehler Organisationen ausbremsen und wie sich mit pragmatischen Mitteln Fortschritte erzielen lassen, findet hier wertvolle Orientierung.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf der Online-Plattform des et-Magazins (www.energie.de) und hier als Artikel-PDF zum Download:

Über die Netzwerkpartner

Die Netzwerkpartner sind rund 140 Stadtwerke – regionale und überregionale Energieversorger und Netzbetreiber aus ganz Deutschland sowie die Westenergie – die sich in einem Verein ohne Gewinnerzielungsabsicht zusammengetan haben. Durch nachhaltige Kooperation ermöglichen wir den schnellen Zugang zu Kompetenzen und Lösungen für das Gelingen der Energiewende

Der im Mai 2000 gegründete Verein ist eine stetig wachsende Community für Wissenstransfer, Lösungsentwicklung und Vernetzung auf strategischer und operativer Ebene mit 10.000 aktiven Fach- und Führungskräften. Die rund 60 Spezialisten unseres Kernteams an den Standorten Essen, Hamburg und Stuttgart verstehen sich als „Kümmerer in der Energiewelt“ und Begleiter auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung.

Ihr Ansprechpartner

Friedrich Stratmann
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