Essen, 7. Januar 2025
In der Folge 138 des Podcasts „Energie im Wandel“ spricht Benjamin Pehle, Geschäftsführer der Netzwerkpartner, über die zentrale Rolle von Kooperation, Innovation und Resilienz für die Zukunft der Stadtwerke und die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.
Im Gespräch mit Podcast-Host Dr. Claus Hartmann betont Pehle die Bedeutung von Zusammenarbeit in der Energiebranche: „Die Energiewende ist eine Aufgabe, die keine Organisation alleine bewältigen kann.“ Durch Kooperationen könnten Stadtwerke ihre regionalen Stärken nutzen und gleichzeitig von gebündeltem Know-how, geteilter Kosteneffizienz und erhöhter Resilienz profitieren.
Der Verein „Die Netzwerkpartner“ unterstützt seit über 20 Jahren Stadtwerke und Energieversorger dabei, die Chancen und Herausforderungen des Energiemarktes gemeinsam und effizient zu meistern. Mit bundesweit über 140 Mitgliedern fungiert die Community als zentrale Anlaufstelle für den Austausch von Best Practices und die Entwicklung gemeinsamer Lösungen. Pehle beschreibt die Netzwerkpartner als „Spinne im Netz“, die den Austausch zwischen den Mitgliedern organisiert und fördert.
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„Wir brauchen Systeme, die flexibel und anpassungsfähig sind, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Netzwerke spielen dabei eine entscheidende Rolle, weil sie die Flexibilität und Resilienz fördern."
Angesichts neuer Wettbewerber mit digitalen Geschäftsmodellen sieht Pehle die Zukunft der Stadtwerke in ihrer lokalen Verankerung: „Die Energiewende ist ein regionales Geschäft.“ Er plädiert dafür, Kernkompetenzen zu stärken, Prozesse in Kooperationen zu skalieren und als verlässlicher Ansprechpartner vor Ort zu agieren, während digitale Lösungen die Effizienz steigern.
Ein weiteres zentrales Thema des Interviews ist die Finanzierung der Energiewende. Pehle berichtet, dass klassische Bankkredite nicht mehr ausreichen, um die notwendigen Investitionen zu stemmen. Die Netzwerkpartner fördern daher innovative Finanzierungsansätze und bringen ihre Mitglieder durch Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer auf den neuesten Stand.
Abschließend betont Pehle die Bedeutung des Perspektivenwechsels und einer Mitmachkultur: „Die Fähigkeit, andere Perspektiven zu verstehen und sich darauf einzulassen, ist essenziell für die Gestaltung von Veränderung.“ Für das Gelingen der Energiewende plädiert er für eine Kultur der Partizipation statt eines Top-Down-Ansatzes.
Das vollständige Podcast-Interview „Netzwerkpower für die Energiewende: Benjamin Pehle über Kooperation, Innovation und Resilienz“ können Sie sich hier anhören.
Die Netzwerkpartner sind rund 140 Stadtwerke – regionale und überregionale Energieversorger und Netzbetreiber aus ganz Deutschland sowie die Westenergie – die sich in einem Verein ohne Gewinnerzielungsabsicht zusammengetan haben. Durch nachhaltige Kooperation ermöglicht der Verein den schnellen Zugang zu Kompetenzen und Lösungen für das Gelingen der Energiewende.
Seit 25 Jahren sind die Netzwerkpartner eine stetig wachsende Community für Wissenstransfer, Lösungsentwicklung und Vernetzung auf strategischer und operativer Ebene mit 10.000 aktiven Fach- und Führungskräften. Die rund 60 Spezialisten des Kernteams an den Standorten Essen, Hamburg und Stuttgart verstehen sich als „Kümmerer in der Energiewelt“ und Begleiter auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung.