Essen, 1. Dezember 2025
Anlässlich des Jubiläums der Netzwerkpartner gibt die fünfteilige Videoserie „25 Jahre Netzwerkpartner – 25 Perspektiven“ Einblicke in 25 Jahre Zusammenarbeit aus Sicht der Mitglieder und zeigt, warum Kooperation in der Energiewirtschaft heute wichtiger ist als je zuvor. Was um die Jahrtausendwende als praktischer Zusammenschluss mehrerer Stadtwerke und RWE begann, um den neuen Marktbedingungen nach der Stromliberalisierung zu begegnen, ist heute Plattform, Community und Impulsgeber für die Branche. Zur Premiere wurden heute die ersten beiden Videos veröffentlicht. Die weiteren drei Teile der Serie erscheinen am 8. und 15. Dezember 2025.
Die Idee war von Anfang an pragmatisch. Die Liberalisierung brachte neue Aufgaben und Unsicherheiten, aber vor allem die Erkenntnis, dass viele Stadtwerke vor ähnlichen Fragen standen. Partner 2000, der Vorläufer der Netzwerkpartner, sollte nicht groß oder schwerfällig sein, sondern direkt nutzbar.
Mitarbeitende aus verschiedenen Häusern setzten sich zusammen, teilten ihren Arbeitsalltag und entwickelten gemeinsame Lösungen. Ein frühes Beispiel war das Kalkulationstool Kalle, das entstand, weil viele Unternehmen dieselben Fragen hatten. Der Nutzen zeigte sich schnell: Was gemeinsam entwickelt wurde, funktionierte später auch im Betrieb.
Noch immer ist dieser Austausch das Herzstück des Netzwerks. Arbeitsgruppen, Fachveranstaltungen, Workshops und direkte Kontakte helfen Mitgliedern, neue Anforderungen einzuordnen und schneller zu handeln.
„Wir alle haben keine Blaupause für die Energiewende. Umso wichtiger ist es, voneinander zu lernen“, erklärt Gerd Neuwirth, Leiter Unternehmenskommunikation bei den Stadtwerken Neuwied, in seiner Videobotschaft für die Serie. Die Branche bewegt sich ständig, doch durch Einblicke aus anderen Unternehmen entsteht ein klareres Bild der Lage. Das macht Entscheidungen fundierter und reduziert Fehler.
Die meisten Angebote der Netzwerkpartner folgen demselben Prinzip wie die ersten Projekte. Sie entstehen dort, wo konkreter Bedarf besteht. Und zwar nicht als fertiges Produkt, sondern in gemeinsamer Entwicklung.
„Wir mussten uns nie mit einer vorgegebenen Lösung abfinden. Von Anfang an konnten wir unsere Ideen und Erfahrungen einbringen und eine Lösung aus der Praxis für die Praxis mitgestalten“, beschreibt Ralf Schmitz, Leiter Anschlussnutzung/Inbetriebsetzung bei der Regionetz, die Entwicklung der Online-Portale für Netzbetreiber.
Diese Arbeitsweise sorgt für Ergebnisse, die funktionieren. Große und kleine Unternehmen bringen ihre Perspektiven ein, ob bei digitalen Portalen, Leitfäden, Workshops oder ganze Initiativen. Die Mischung aus Konzernkompetenz und der „wuseligen Stadtwerkewelt“, wie es ein Mitglied nennt, erzeugt Vielfalt und Tiefe.
Mit den Jahren ist aus der Plattform auch eine Community geworden. Viele Mitgliedsunternehmen nutzen das Netzwerk nicht nur für Fachfragen, sondern als verlässlichen Anlaufpunkt in intensiven und komplexen Zeiten.
„Wir haben gemerkt, dass wir nicht die Einzigen sind, die vor Problemen stehen, und dass wir uns gegenseitig bei der Lösungsfindung unterstützen konnten“, schildert Markus Borgiel, Hauptabteilungsleiter Vertrieb und Bäder bei den Stadtwerken Witten, seine Erfahrungen mit der Netzwerkpartner Community. Besonders in Krisenzeiten half die Community dabei, Entscheidungen abzusichern und Belastungen zu teilen.
Auch persönliche Verbindungen spielen eine größere Rolle, als man es von einem Fachnetzwerk erwarten würde. „Es ist fast schon so wie Familie und Freunde“, fasst es Jens Gieselmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Emden, zusammen.
Die kommenden Jahre bringen große Aufgaben. Wärmewende, Digitalisierung, Fachkräftemangel und steigende regulatorische Anforderungen fordern die gesamte Branche. Die Komplexität wächst weiter.
„Die Komplexität zwingt uns immer mehr zur Zusammenarbeit und zur Suche nach gemeinsamen Lösungen und Plattformen“, sagt Axel Kahl, Geschäftsführer der Regionetz. Die Netzwerkpartner schaffen dafür die Struktur. Sie bündeln Wissen, übersetzen neue Vorgaben in praxistaugliche Lösungen und unterstützen Mitgliedsunternehmen dabei, Prozesse und Entscheidungen sauber aufzusetzen.
Für viele gehört der Verein längst selbstverständlich zum Arbeitsumfeld dazu. Neue Mitarbeitende nutzen Schulungen der Netzwerkpartner, um sich einzuarbeiten, Führungskräfte suchen in der Community nach Sparringspartnern und Fachteams greifen bei Detailfragen auf die Expertise im Netzwerk zurück.
Dass diese Basis trägt, zeigt ein Blick auf die Zahlen: 44 von rund 140 Mitgliedern sind seit mehr als zehn Jahren dabei. Langjährige Bindung ist in einer dynamischen Branche kein Zufall, sondern Ausdruck gelebter Zuverlässigkeit.
Das Jubiläum zeigt, wie viel in einem Vierteljahrhundert entstanden ist. Eine Plattform, die Orientierung gibt. Eine Community, die den Alltag erleichtert. Und ein Miteinander, das dabei hilft, die Energiewende Schritt für Schritt zu bewältigen.
Jennifer Strücker, Geschäftsführerin der Stadtwerke Garbsen, bringt es auf den Punkt. „Wir alle sind die Netzwerkpartner. Nicht nur die Mitarbeitenden des Vereins, sondern wir alle als Gemeinschaft.“ Dieser Gedanke zieht sich durch die Jubiläumsstimmen. Er beschreibt, warum das Netzwerk wirkt und warum die nächsten 25 Jahre genauso viel Zukunft in sich tragen wie die ersten 25.
Auf dieser Seite können Sie alle Videos nach Veröffentlichung anschauen.
Die Netzwerkpartner sind rund 140 Stadtwerke – regionale und überregionale Energieversorger und Netzbetreiber aus ganz Deutschland sowie die Westenergie – die sich in einem Verein ohne Gewinnerzielungsabsicht zusammengetan haben. Durch nachhaltige Kooperation ermöglicht der Verein den schnellen Zugang zu Kompetenzen und Lösungen für das Gelingen der Energiewende.
Seit 25 Jahren sind die Netzwerkpartner eine stetig wachsende Community für Wissenstransfer, Lösungsentwicklung und Vernetzung auf strategischer und operativer Ebene mit 10.000 aktiven Fach- und Führungskräften. Die rund 60 Spezialisten des Kernteams an den Standorten Essen, Hamburg und Stuttgart verstehen sich als „Kümmerer in der Energiewelt“ und Begleiter auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung.